Porsche rollt mit Hybrid-911er GT3 R nach Genf

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Für eine echte Überraschung haben die Zuffenhausener Sportwagenbauer Porsche gesorgt mit der Ankündigung, im Rennsport für Hybrid-Antriebe zu sorgen – klingt skurril, steckt aber voll durchdachter Technik.

40.000 Umdrehungen pro Minute – wem wird nicht schwindlig bei dieser Vorstellung? Allerdings ist es nicht der Vierliter-Sechszylinderboxer im Heck des Sportlers, der bleibt im Norm-Drehzahlbereich. Das, was sich so rasant dreht, ist ein Schwungradspeicher, der anstelle des Beifahrers im Innenraum positioniert wird. Ausgestattet ist der Hybrid-911er nämlich mit zwei zusätzlichen Elektromotoren mit je 82 PS, die auf dem Vorderradantrieb sitzen. Wird das Fahrzeug gebremst, leiten diese ihre Energie um und speisen sie in den Schwungradspeicher ein. Beim Beschleunigen gibt der diese Energie wieder frei – wenn er vollgeladen ist, setzt der 6 bis 8 Sekunden lang weitere stattliche 162 PS frei, um damit den Elektromotoren auf der Vorderachse richtig Dampf zu machen. Kurzum: für einige Sekunden bekommen die 480 PS aus dem Heck Verstärkung und summieren sich auf zu satten 642 Pferdestärken, die dem Allrad-Porsche so richtig einheizen. Ob sich das Konzept bewährt, wird sich nach dem Genfer Autosalon herausstellen – dann nämlich wird der 911 GT3 R Hybrid zum Nürburgring rollen und dem Praxistest unterzogen.

Unter anderem darf er auf dem 24 Stunden-Rennen auf der Nordschleife am 15. und 16. Mai zeigen, ob die Praxis hält, was die Theorie verspricht. Die Überraschung ist in jedem Fall gelungen – und möglicherweise schreibt Porsche damit zum wiederholten Mal als Technik-Pionier Rennsport-Geschichte.

[Foto: Porsche]

Kategorie: Porsche Kommentare deaktiviert

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