Runderneuerung für den Lotus Elise

Auch Klassiker wie der Elise aus der britischen Schmiede Lotus müssen sich von Zeit zu Zeit einer Verjüngungskur unterziehen – so haben die Briten ein wenig Feinschliff an ihrem kleinen Sportwagen betrieben. Herausgekommen ist ein dem Trend der Zeit angepasstes Fahrzeug: ein neues Triebwerk brilliert mit einem Schadstoffausstoß von 155 Gramm CO2 pro Kilometer in der Motorenpalette. 1,6 Liter Hubraum generieren 136 PS – ausreichend für das kleine Fahrzeug, das je nach Motorisierung zwischen 740 und 950 Kilogramm auf die Waage bringt, um zügige Sprints hinzulegen und dynamischen Fahrspaß zu genießen. Wem das nicht reicht: die 1,8 Liter-Varianten mit 192 und 220 PS sind weiterhin erhältlich.
Äußerlich glänzt der neue Elise mit überarbeiter Front und neuer Heckschürze – alles im Zeichen der Senkung des cW-Wertes. Durch eine konsequente Reduktion des Luftwiderstands um rund 4 Prozent konnten die Entwickler zusätzlich den Verbrauch senken.
Ebenfalls im Trend: die Schweinwerfer wurden renoviert und erhielten im Zuge der Erneuerung integrierte LED-Tagfahrlichter und Blinker, um dem kleinen Sportwagen einen zeitgemäßen Auftritt zu verpassen. Für einen runden Auftritt sorgen neu gestaltete Aluräder, die sich tief in die Radkästen einpassen. Ab April wird der neue Elise zu den Händlern rollen – wer sich die Wartezeit ein wenig verkürzen will, kann ihn auch schon vorab auf dem Genfer Autosalon bewundern und ein wenig träumen.
[Foto: Lotus]
Von Michael Böning | 22.Februar 2010
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Darf’s ein bisschen mehr sein? Audi TT von Pogea Racing

340 PS schöpft der Audi TT RS aus einem 2,5 Liter-Fünfzylinder – das ist für ein Serienfahrzeug schon eine annehmbare Leistung. Der Allgäuer Tuningschmiede Pogea Racing war das allerdings zu wenig – und so entwickelten sie flugs ein Paket mit mehreren Leistungsstufen, das aus dem gar nicht zahmen Serien-RS ein echtes Raubtier macht.
Schon in der ersten Leistungsstufe erreicht der von Pogea behandelte TT 372 PS und stattliche 519 Nm maximalen Drehmoments – durch einfache Eingriffe in die Motorelektronik. Pate stand dabei Software-Experte Stefan Simoneit, der über einige Erfahrung mit der Software von Audi verfügt und weiß, was er da tut.
Wer radikale Maßnahmen nicht scheut, der kann zur maximalen Leistungssteigerung greifen: ganze 426 PS und 600 Nm machen den TT zu einem Geschoss, wenn er aus den Hallen in der Nähe des Bodensees rollt. Dafür arbeitet sich das Team tief in die Eingeweide des Fahrzeugs vor: die Motorelektronik wird umprogrammiert, die Serien-Abgasanlage muss einer neuen mit Doppel-Klappensteuerung, einem Katalysator aus dem Rennsport und Downpipe weichen. Bisher wollten die Entwickler nicht bekannt geben, was für Fahrwerte die modifizierte Maschine entwickeln wird – bedenkt man allerdings, dass der Serien-RS bereits in 4,6 Sekunden aus dem Stand auf die 100 km/h-Marke sprintet, kann man ungefähr erahnen, dass hier Tempo angesagt ist.
[Foto: Pogea Racing]
Von Michael Böning | 21.Februar 2010
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Edler geht immer: Project Kahn nimmt sich den Maybach 57 vor

Tuning ist ein Begriff, der für Missverständnisse sorgen kann – beispielsweise, wenn man ihn in einem Atemzug mit der Nobelmarke Maybach nennt. Project Kahn aus Großbritannien gehört zu den Schmieden, die auch vor einem Maybach nicht zurückschrecken – aber hier hat Tuning nichts mit pubertärem Optik-Aufmotzen zu tun, und so würde man auf der Straße kaum das Original von dem von Project Kahn bearbeiteten Maybach unterscheiden können.
Außen belassen es die Tuner dabei, ein paar kleine Details noch harmonischer zu machen: die Luxuskarosse erhält neue 22 Zoll-Räder mit verdeckten Naben und Ventilkappen, die Rückleuchten werden leicht abgetönt – soweit zu den äußeren Unterscheidungsmerkmalen. Dank der neuen Scheiben aus Pentagon Privacy-Glas werden Blicke ins Fahrzeuginnere deutlich erschwert – und gerade hier spielen sich die radikalsten Veränderungen ab.
Luxus Pur lautet der Arbeitstitel, der beim Maybach 57 kompromisslos umgesetzt wird: feinstes Nappaleder hält Einzug in die Seitenverkleidungen, die Mittelkonsolen und in die maßgeschneiderten Sitze. Alles wird ganz nach Kundenwunsch gestaltet – und damit hat man auf der Insel bei Project Kahn ausreichend Erfahrung. Im Portfolio finden sich auch andere Edelmarken bis hin zu Bentley und Rolls Royce. Der Preis für die Umbaumaßnahmen? Über Geld redet man nicht, man hat es – oder eben nicht. Und das gilt im zurückhaltenden England noch mehr als hierzulande.
[Foto: Project Kahn]
Von Michael Böning | 19.Februar 2010
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DeltaWing – Mit dem BatMobil zum IndyCar

Eine Computersimulation sorgt für Furore: das Concept-Car des amerikanischen Entwicklers DeltaWing ist einer der stärksten Magnete der Chicago Auto Show, die derzeit noch bis zum 21. Februar ihre Pforten für die Besucher geöffnet hat.
In der Computersimulation können Rennsport-Fans eine Mischung aus einer Rakete und dem Batmobil bestaunen – nach Berechnungen des Herstellers soll das Fahrzeug dank ausgefeilter Aerodynamik und Gewichtseinsparungen mit einem V4-Turbomotor mit 300 PS auf atemberaubende 380 km/h beschleunigt werden. Was noch nach Fiktion klingt, könnte tatsächlich Realität werden: DeltaWing plant, mit einem Prototyp noch in diesem Sommer erste Real-Testfahrten durchzuführen. Der Radstand von 3,17 Metern und gerademal 61cm Spurbereite vorne dürften bei einem Gesamtgewicht von unter 500 Kilogramm (Fahrer inklusive!) in Kurven zu gedrosselten Geschwindigkeiten zwingen – dafür soll das Fahrzeug aber auf Geraden wie eine Rakete beschleunigen. Erreicht wird das extrem geringe Gewicht durch eine Konstruktion aus Fiberglas und Plastik – ob dabei auch die geforderte Stabilität vorhanden ist, müssen Tests natürlich noch zeigen.
Für das Formel 1-Pendant IndyCar läuft derzeit eine Suche nach einem neuen Chassis für die Saison 2012 – und DeltaWing hat dabei einigen Rückenwind: Bridgestone gehört ebenso zu den Förderern des Programms wie Chip Ganassi mit seinem Rennstall. Vielleicht bekommen wir den DeltaWing dann öfter zu Gesicht…
[Foto: DeltaWing]
Von Michael Böning | 17.Februar 2010
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Porsche rollt mit Hybrid-911er GT3 R nach Genf

Für eine echte Überraschung haben die Zuffenhausener Sportwagenbauer Porsche gesorgt mit der Ankündigung, im Rennsport für Hybrid-Antriebe zu sorgen – klingt skurril, steckt aber voll durchdachter Technik.
40.000 Umdrehungen pro Minute – wem wird nicht schwindlig bei dieser Vorstellung? Allerdings ist es nicht der Vierliter-Sechszylinderboxer im Heck des Sportlers, der bleibt im Norm-Drehzahlbereich. Das, was sich so rasant dreht, ist ein Schwungradspeicher, der anstelle des Beifahrers im Innenraum positioniert wird. Ausgestattet ist der Hybrid-911er nämlich mit zwei zusätzlichen Elektromotoren mit je 82 PS, die auf dem Vorderradantrieb sitzen. Wird das Fahrzeug gebremst, leiten diese ihre Energie um und speisen sie in den Schwungradspeicher ein. Beim Beschleunigen gibt der diese Energie wieder frei – wenn er vollgeladen ist, setzt der 6 bis 8 Sekunden lang weitere stattliche 162 PS frei, um damit den Elektromotoren auf der Vorderachse richtig Dampf zu machen. Kurzum: für einige Sekunden bekommen die 480 PS aus dem Heck Verstärkung und summieren sich auf zu satten 642 Pferdestärken, die dem Allrad-Porsche so richtig einheizen. Ob sich das Konzept bewährt, wird sich nach dem Genfer Autosalon herausstellen – dann nämlich wird der 911 GT3 R Hybrid zum Nürburgring rollen und dem Praxistest unterzogen.
Unter anderem darf er auf dem 24 Stunden-Rennen auf der Nordschleife am 15. und 16. Mai zeigen, ob die Praxis hält, was die Theorie verspricht. Die Überraschung ist in jedem Fall gelungen – und möglicherweise schreibt Porsche damit zum wiederholten Mal als Technik-Pionier Rennsport-Geschichte.
[Foto: Porsche]
Von Michael Böning | 14.Februar 2010
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Arjo macht den Audi A5 schärfer

Das Krefelder Unternehmen Arjo hat sich den Audi A5 vorgenommen – herausgekommen ist dank Bodykit nicht nur eine aggressivere Optik, sondern auch ein Leistungstuning für den 3,0 Liter-TDI, das ihm 35 zusätzliche PS beschert. Der 3.0 TDI mit 240 PS ist ja von Haus aus schon alles andere als schwachbrüstig – Tuner Arjo setzt aber noch einen obendrauf: ein Leistungs-Upgrade powert den Selbstzünder auf 275 PS hoch und verschafft ihm ein maximales Drehmoment von rund 580 Nm, was für drei Liter Hubraum eine staatliche Zahl darstellt. So erreicht der A5 vom Start weg nach rund 5,5 Sekunden die 100 km/h-Marke und lässt damit den größeren Benziner, den 3.2 FSI mit 265 PS, im Regen stehen – der braucht dafür etwa 6 Sekunden.
Aber auch mit der Optik waren die Krefelder unzufrieden, und so schraubten sie ihm kurzerhand ein Aerodynamik-Paket an, bestehend aus einem Frontspoiler, der als Frontansatz aufgesetzt wird, erweiterten Seitenschwellern für optisch näheren Kontakt zur Fahrbahn, und einen Diffusor-Einsatz am Heck sowie einer Abrisskante für den Kofferraumdeckel. Der Unterboden näherte sich dank Sportfedern um rund 40 Millimeter dem Boden, und die Serienbereifung musste 19 zölligen Leichtmetallrädern in Fünf-Speichenoptik mit 235-Niederquerschnittsreifen weichen. Insgesamt bekommt der A5 so ein sportlicheres, aggressiveres Auftreten und wird für den einen oder anderen Hingucker sorgen.
[Foto: Arjo]
Von Michael Böning | 13.Februar 2010
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